Der Schlaganfall - Richtige Erkennung rettet Leben

Der Schlaganfall - Richtige Erkennung rettet Leben

Strahlender Himmel, pralle Sonne und keine Spur einer Wolke - das ideale Wetter für ein Grillfest im Kreise der Familie. Es wird gelacht, getrunken und die Kinder spielen im Garten. Opa will aufstehen, um sich noch etwas vom Grill zu holen, doch plötzlich sackt er zusammen. Auf die Frage, ob ihm etwas fehlt, kann er nur mit unverständlichem Kauderwelsch antworten. Aufgrund des vermeintlichen Sonnenstichs trägt man den Großvater in das Haus, damit er sich geschützt von der Sonne erholen kann. Ein paar Stunden später ist Großvater tot. Gestorben an einem Schlaganfall.

Was passiert beim Schlaganfall?

Bei einem Schlaganfall wird die Durchblutung des Gehirns massiv, beziehungsweise vollständig blockiert. Durch die mangelnde Versorgung des Gehirns mit Blutsauerstoff beginnen in der betroffenen Region die Gehirnzellen abzusterben. Auslöser dieser Sauerstoffunterversorgung können Blutgerinnsel sein, die die Arterien des Gehirns blockieren (Thrombose) oder durch Arterienverengungen durch Gefäßablagerungen (z.B. Arteriosklerose). Durch das Absterben von Nervenzellen in betroffenen Gehirnregionen können sich die unterschiedlichsten Symptome bemerkbar machen.

Wie erkenne ich einen Schlaganfall?

Die präzise Diagnose, ob ein Schlaganfall vorliegt, kann nur von einem Mediziner erstellt werden. Jedoch gibt es signifikante Anzeichen, bei deren Auftreten sofort der Notarzt verständigt werden sollte.

Wenn die betroffene Person nicht in der Lage ist, einen einfachen Satz zu bilden oder auf einfache Anweisungen (Zunge herausstrecken, Augen schließen) nicht reagiert.

Wenn die Mimik beeinträchtigt ist (Eine Gesichtshälfte scheint bewegungslos).

Wenn die Person nicht in der Lage ist, beide Arme zu heben bzw. ein Arm nach kurzer Zeit absackt.

Sollte eines oder mehrere dieser Symptome auftreten, sollte man sofort den Notarzt verständigen und folgende Erstversorgungsmaßnahmen einleiten:

Beengende Kleidungsstücke entfernen und für eine optimale Sauerstoffzufuhr sorgen (Fenster öffnen).

Den Oberkörper des Betroffenen hoch lagern (etwa 30 Grad) oder bei Übelkeit und Erbrechen in stabile Seitenlage bringen.

Etwaige Zahnprothesen oder Brücken entfernen, um die Atemwege freizuhalten.

Herzschlag, Puls und Atemfrequenz kontrollieren.

Für ein absolut ruhiges Umfeld sorgen.

Medizinische Fortschritte

Obwohl die Sterblichkeitsrate unter den Schlaganfallpatienten in den letzten 30 Jahren signifikant gesunken ist, liegt die "Todesursache Schlaganfall" immer noch auf Platz drei der weltweiten Mortalitätsstatistiken. Weltweit sterben ca. 12 Menschen pro Minute an den Folgen eines Schlaganfalls. Mittlerweile existieren in fast allen größeren Kliniken so genannte "Stroke Units" - das sind spezielle Abteilungen zur akuten Behandlung von Schlaganfällen - in denen mittels Laserbehandlung die blockierenden Blutgerinnsel aufgelöst werden und die Blutzufuhr zum Gehirn wieder hergestellt wird. Bei etwaigen Folgeschäden ist eine Rehabilitation in speziellen Einrichtungen notwendig, um die durch die Schädigungen verloren gegangenen Fähigkeiten wieder zu erlernen.

Vorbeugung

Um sein Schlaganfallrisiko zu senken sollte man sich bewusst ernähren, sich mindestens 1 Stunde pro Tag an der frischen Luft bewegen, auf Nikotin verzichten, Übergewicht reduzieren und Stress vermeiden. Diese Ratschläge zu beherzigen ist in der heutigen Zeit sicherlich nicht einfach, aber wenn man sich das Zitat von Goethe "Es nimmt der Augenblick, was Jahre geben" vor Augen hält, dann sollte einem bewusst werden, welche Auswirkungen ein Schlaganfall haben kann.

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